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23.02.26 | Tobias Übelhör

46 Treffer ohne Harz

Nikola Potic beim Wurf für den HRW Laupheim (Foto: Otto Marx)

Der HRW Laupheim hat die harzfreie Herausforderung beim TSV Betzingen souverän gemeistert und sogar einen neuen Torrekord aufgestellt. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte sorgten die Laupheimer im zweiten Durchgang für klare Verhältnisse.

46:37(23:21) hieß am Samstagabend der Endstand in der Sporthalle Reutlingen-Betzingen aus Laupheimer Sicht. Damit hat der HRW nicht nur sein harzfreies Spiel bei Prüfstein Betzingen überzeugend für sich entschieden, sondern gleichzeitig einen neuen Höchstwert aufgestellt: Keine andere Mannschaft der Verbandsliga Staffel III hat in dieser Spielzeit so viele Tore in einem einzigen Spiel erzielt wie der HRW am Samstag.

Entsprechend zufrieden zeigte sich der Laupheimer Trainer Tobias Meiners nach dem Spiel: „Das war heute eine sehr disziplinierte Leistung von allen. Man hat gemerkt, welche Qualität wir haben“, so der Coach. „Wichtig war, dass wir uns schnell an das Spielen ohne Harz gewöhnt haben.“

Das Haftmittelverbot in Betzingen war im Laufe der Saison schon mehreren vermeintlichen Favoriten zum Verhängnis geworden und auch der HRW brauchte ein paar Minuten, um ins Spiel zu kommen. So ging die erste Führung an die Gastgeber, die mit dem 3:2 in der fünften Minute jedoch schon das letzte Mal in Front waren. Fortan erspielten sich die Laupheimer einen kleinen Vorteil, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Meist blieb es bei einem Abstand von ein bis zwei Toren. Per Siebenmeter setzte Max Reiner, der bei all seinen insgesamt fünf Strafwürfen fehlerfrei blieb, den Laupheimer Schlusspunkt der ersten Hälfte.

Im Laufe des zweiten Abschnitts spielten die Rot-Weißen ihre Qualität dann gekonnt aus und ließen den Gastgebern kaum eine Chance. Im Tor steuerte Nico Bucher wichtige Paraden bei, während in der Offensive ein Tor auf das nächste folgte. Der berüchtigte vierzigste Treffer für den HRW fiel bereits in der 52. Minute beim Stand von 40:31. Auch danach ließ das Laupheimer Offensivfeuerwerk nicht nach und Kenan Durakovic, David Schmutz und Markus Leno sorgten für weitere sechs Treffer bis zum Endstand von 46:37.

„In der ersten Halbzeit hatten wir noch ein bisschen Probleme in der Abwehr und Pech in den entscheidenden Situationen. Das konnten wir in der zweiten Halbzeit aber abstellen und haben es diszipliniert runtergespielt“, so Meiners. „Alles in allem war es am Ende dann eine klare Geschichte.“

Als beste Torschützen auf Seiten des HRW trugen sich Durakovic (9), Reiner (8) und Leno (7) in die Liste ein. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Kreisläufer Tarik Nokic zeigte sich die Breite im Laupheimer Kader, durch die der Ausfall problemlos kompensiert werden konnte.

Die Spannung an der Spitze der Liga bleibt derweil weiterhin groß: Auch die HRW-Verfolger Bartenbach (27:7 Punkte) und Hofen/Hüttlingen (26:8) machten am Wochenende ihre Hausaufgaben und bleiben am HRW (30:6) dran, der schon ein Spiel mehr bestritten hat.

Viel Zeit zum Genießen des Siegs bleibt den Rot-Weißen nicht – schon am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen TEAM Esslingen weiter.

HRW: Bucher, Federle – Durakovic (9), Reiner (8/6 per Siebenmeter), Leno (7), Bart (5), Geiß (4), Masoldt (4), Remane (4), Potic (3), Mirkov (1), Schmutz (1)

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Foto: Otto Marx

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