Der Tabellenführer HRW Laupheim empfängt das Schlusslicht TEAM Esslingen zu einem ungleichen Duell. Die Rot-Weißen sind vor der vermeintlichen Pflichtaufgabe dennoch gewarnt.
Vor dem Spiel am Samstag (Anpfiff: 20 Uhr) deutet Vieles auf den HRW als klaren Sieger hin: Mit 30:6 Punkten führt Laupheim die Verbandsliga Staffel III an, während Esslingen mit lediglich 6:28 Punkten und Platz 14 am anderen Tabellenende steht.
Dass also ausgerechnet das Schlusslicht die Laupheimer Ungeschlagen-Serie vor heimischem Publikum zum Reißen bringt, erscheint auf den ersten Blick recht unwahrscheinlich. Doch das TEAM war auch gegen Mannschaften von der Tabellenspitze schon oft nahe am Sieg dran, erwischte dann aber fast immer das unglücklichere Ende. So verloren die Stuttgarter schon ganze sechs Spiele mit genau einem Treffer Unterschied – unter anderem gegen die Aufstiegsanwärter Deizisau und Hofen/Hüttlingen.
Nichtsdestotrotz steht für Esslingen nun eine Serie von elf Niederlagen in Folge zu Buche, die ausgerechnet mit dem 33:38 im Hinspiel gegen den HRW eingeläutet wurde. Damals ließ der HRW durch eine konzentrierte Leistung kaum Spannung aufkommen und entschied das Spiel früh für sich.
Auch am vergangenen Samstag hatte die Esslinger Mannschaft von Trainer Timo Flechsenhar das Nachsehen, im Kellerduell gegen den TSV Bad Saulgau blieb sie bei der 30:34-Niederlage ein weiteres Mal erfolglos.
Anders sieht es hingegen beim HRW aus, der am Wochenende mit dem 46:37 in Betzingen ein wahres Offensivspektakel ablieferte und den dritten Sieg in Folge feierte. Während die Defensive teils noch unglücklich agierte, gelang den Rot-Weißen im Angriff fast alles, was in einem neuen Torrekord resultierte.
Trotz dieser Umstände geht man in Laupheim gewohnt vorsichtig mit der Favoritenrolle um.
„Ab jetzt gilt unsere volle Konzentration dem Spiel gegen Esslingen“, versicherte HRW-Trainer Meiners gleich nach dem zurückliegenden Auswärtssieg.
Im Hinblick auf die Partie am Samstag mahnte auch Kapitän Timo Remane zur Vorsicht: „Esslingen war schon gegen einige gute Teams nahe an der Überraschung dran, deswegen dürfen wir sie auf keinen Fall unterschätzen.“
__
Foto: Otto Marx