Mit einem knappen 32:31-Sieg hat der HRW Laupheim die nächsten beiden wichtigen Punkte eingefahren. Dadurch verschaffen sich die Laupheimer einen hauchdünnen Vorsprung im Aufstiegskampf.
Mit mehreren Ausfällen startete der HRW in das Duell mit dem TSV Denkendorf. So mussten die Rot-Weißen unter anderem auf Marcel Bart und Nikola Mirkov verzichten. „Auch die Vorbereitung auf das Spiel war schwierig, da wir unter der Woche viele krankheitsbedingte Ausfälle hatten“, gestand Trainer Tobias Meiners. Nicht zuletzt durch diese Umstände gab beim HRW das 17-jährige Nachwuchstalent Moritz Mann sein Debüt für die erste Mannschaft.
Auch der TSV startete personell anders als vom Laupheimer Trainerteam erwartet, dennoch kam der HRW gut ins Spiel und erarbeitete sich in der ersten Viertelstunde gleich einen komfortablen 9:5-Vorsprung. Für die Laupheimer kam nach zwanzig Minuten allerdings ein Bruch ins Spiel, als Leistungsträger Nikola Potic nach einem vermeintlichen Foul im Tempogegenstoß die rote Karte sah. Direkt darauf ließen die Stuttgarter vier Tore am Stück folgen und drehten das Spiel auf 10:12 aus Laupheimer Sicht. Bis der HRW sich von der roten Karte erholt hatten, dauerte es sichtlich, dann jedoch antworteten die Rot-Weißen in einem starken Endspurt bis zur Halbzeit mit sechs Treffern in Folge zum 16:12.
Immer wieder konnten die Laupheimer in dieser ersten Hälfte auf Nico Bucher im Tor vertrauen, im Angriff setzte besonders Kenan Durakovic im Eins-gegen-Eins und aus dem Rückraum Akzente.
Auch in Halbzeit zwei schien der HRW lange die Nase vorn zu haben und führte meist mit drei bis vier Toren. Die Chance, endgültig wegzuziehen, verpasste die Laupheimer Mannschaft allerdings mehrmals. „Wir hätten eigentlich den Sack schon früher zumachen können, haben uns dann aber immer wieder in den falschen Momenten unter Druck gesetzt und den Gegner mit technischen Fehlern wieder ins Spiel gebracht“, so Meiners.
So witterten die Gastgeber plötzlich wieder eine Chance und kamen mit dem 24:24 nach 45 Minuten zurück. In der Schlussphase wog das Spiel dann hin und her, meist mit einem kleinen Vorsprung für die Laupheimer. Drei Minuten vor Ende verhinderte Bucher mit einer Siebenmeterparade den Ausgleich der Hausherren, die beim Stand von 31:30 aus Laupheimer Sicht ihre letzte Auszeit nahmen. Auch daraus konnte der TSV jedoch kein Kapital schlagen, stattdessen bekam im folgenden Angriff der HRW einen Siebenmeter zugesprochen, den Kapitän Timo Remane sicher verwandelte. Der Denkendorfer Anschlusstreffer zum 32:31 kam für die Gastgeber dann zu spät, wodurch sich die Laupheimer über zwei wichtige Punkte freuen durften.
„Am Ende war es nicht die hohe Qualität, die das Spiel für uns gewonnen hat, sondern eher Einsatz, Kampfgeist und die Moral, bis zum Ende durchzuziehen“, lobte Meiners im Anschluss. „Die zwei Punkte haben wir heute mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung geholt.“
Besonders ragte dabei Durakovic heraus, der mit neun Treffern bester Torschütze auf dem Platz war und dadurch maßgeblichen Anteil am Laupheimer Sieg hatte. Zudem hob Meiners nach dem Spiel Max Reiner hervor, der den disqualifizierten Potic über die restliche Spielzeit auf Halbrechts ersetzte.
Mit dem Auswärtssieg profitierte der HRW zudem von einer Punkteteilung im Parallelspiel zwischen dem TSV Bartenbach und dem TSV Deizisau, deren Rückstand auf die Laupheimer sich dadurch etwas vergrößerte.
Dennoch lässt auch die nächste Aufgabe für den HRW nicht lange auf sich warten – schon am Samstag geht es mit einem Heimspiel gegen den fünftplatzierten TV Reichenbach weiter. Bis dahin erhofft sich Meiners wieder etwas mehr personellen Spielraum: „Jetzt hoffen wir, dass sich das Lazarett wieder ein bisschen lichtet und wir dann zuhause wieder mit vollem Kader auflaufen können“.
HRW: Bucher, Federle – Durakovic (9 Tore), Nokic (5), Geiß (4), Remane (5/2 davon per Siebenmeter), Masoldt (3), Reiner (3/1), Leno (2), Potic (1), Mann, Schmutz, Stührmann