Nach dem Sieg gegen Bartenbach rückt der zweite Aufstieg in Folge für den HRW Laupheim immer näher. Zuvor warten jedoch noch schwierige Spiele, unter anderem das Derby gegen Gerhausen am Sonntag.
Mit einem eindrucksvollen 40:28-Sieg gegen den Tabellenzweiten TV Bartenbach hat der HRW am Sonntag seine Aufstiegsambitionen klar unterstrichen. Durch den Sieg festigten die Rot-Weißen Platz eins und führen die Verbandsliga Staffel III mit 33:6 Punkten an. Der großen Chance auf den zweiten Aufstieg in Folge ist man sich in Laupheim bewusst, will aber weiterhin bodenständig bleiben: „Es war heute sicherlich ein ganz, ganz großer Schritt, da braucht man nicht drum herum reden“, sagte Trainer Tobias Meiners nach der Machtdemonstration in der Rottumhalle. „Trotzdem sollten wir wehmütig bleiben, denn wir sind immer noch neu in der Liga und haben noch ein paar schwere Spiele“. Umso wichtiger seien deshalb die zwei gewonnenen Punkte vom Wochenende.
Die Rückkehr in die Oberliga scheint nach dem Sieg im Spitzenspiel dennoch mehr als realistisch. Auf das zweitplatzierte Bartenbach (33:9 Punkte) hat der HRW nun schon drei Punkte Vorsprung, die SG Hofen-Hüttlingen mit 29:13 Punkten folgt auf Platz drei dann schon mit einigem Abstand.
Dass die Laupheimer Bartenbach mit beeindruckenden zwölf Toren Unterschied besiegten, hatte parallel noch einen weiteren positiven Effekt aus Laupheimer Sicht: Da der Sieg im Rückspiel höher ausfiel als die deutliche Niederlage im Hinspiel (31:40), hat der HRW auch den direkten Vergleich auf seiner Seite. Sollte es am Ende der Saison also zu einer Punktgleichheit der beiden Teams kommen, bekäme Laupheim aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs die höhere Platzierung.
An solche Eventualitäten wollte Meiners nach dem Spiel am Sonntag aber erstmal keine Gedanken verschwenden. „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen das Level weiter hochhalten, damit wir gegen Gerhausen unsere Leistung abrufen können“, so der Laupheimer Coach.
Während der TVG in der vergangenen Landesliga-Saison noch das Maß aller Dinge war und mit deutlichem Abstand vor dem HRW in die Verbandsliga aufstieg, läuft es für die Mannschaft von Trainer Philipp Frey in dieser Spielzeit noch nicht besonders rund. Bei 16:26 Punkten muss sich die Mannschaft derzeit mit Platz elf begnügen und aufpassen, nicht noch in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden.
Aktuell geht es für Gerhausen darum, durch zwei Derbys in zwei Wochen nicht ausgerechnet von der Lokalkonkurrenz weiter in den Tabellenkeller gedrückt zu werden. Bereits am vergangenen Sonntag musste der TV im Derby gegen Bad Saulgau eine 36:44-Niederlage verschmerzen – obwohl den Gerhausern im Hinspiel noch ihr höchster Saisonsieg gelang.
Jetzt wartet am Sonntag (Anpfiff: 17:00 Uhr) also auch noch der Tabellenführer Laupheim, einfacher wird es also definitiv nicht. Nach dem überdeutlichen 42:27-Sieg der Laupheimer im Hinspiel hofft man in Gerhausen vermutlich auf Wiedergutmachung vor heimischem Publikum. Gewinnen am Wochenende jedoch sowohl der HRW als auch der TV Bad Saulgau, könnte letzterer sogar mit Gerhausen gleichziehen.
Trotz aller Vorzeichen ist man sich in Laupheim bewusst, dass das Spiel am Wochenende keinesfalls zum Selbstläufer wird. „Wir wissen, wie solche Derbys laufen können“, so Meiners. Wenn in der Halle Derbystimmung aufkommt, könnte es auch für den vermeintlichen Favoriten schwierig werden. Allerdings findet das Spiel nicht wie gewohnt in Gerhausen statt, sondern in der Lixsporthalle Blaustein, wo auch der Regionalligist TSV Blaustein seine Spiele austrägt und am Vorabend gegen die MTG Wangen ebenfalls ein Derby bestreitet.
Um am Sonntag dem erneuten Aufstieg also ein Stück näher zu kommen und die Stimmung in der Halle auf die eigene Seite zu ziehen, zählt die Mannschaft des HRW auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen. Einen Fanbus wird es aufgrund der Nähe nicht geben, aufgrund des angekündigten Wetters könnte ein Besuch in Blaustein aber dennoch zu einem lohnenden Sonntagsprogramm werden.
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Foto: Otto Marx