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08.04.26 | Tobias Übelhör

HRW will Wiedergutmachung

Handballspieler im Wurf

Gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf will der HRW Laupheim nach der Derbyniederlage in die Siegesspur zurückkehren. Die Gäste kämpfen währenddessen gegen den Abstieg.

Denkbar bitter war für die Handballer des HRW Laupheim zuletzt die Derbyniederlage beim 34:35 gegen den TV Gerhausen. Gegen eine aggressive Abwehr zeigten sich die Laupheimer unkonzentriert und gingen fahrlässig mit ihren Chancen um, sodass der vermeintliche Favorit eine empfindliche Niederlage einstecken musste. Den Rot-Weißen entging damit ein möglicherweise wichtiger Punkt im Meisterschaftsrennen mit dem TSV Bartenbach, der einen Punkt hinter dem HRW lauert. Da am Saisonende nur der Erstplatzierte sicher aufsteigt, hat das Spitzenrennen erneut an Brisanz gewonnen.

Schon mit einem Unentschieden aus dem Derby hätten die Laupheimer sich eine weitere Niederlage leisten können, da bei Punktgleichheit mit Bartenbach der direkte Vergleich zählen würde. Diesen hätte der HRW durch den hohen Sieg im Rückspiel auf seiner Seite. So jedoch müssen die Rot-Weißen an den verbleibenden vier Spieltagen möglichst fehlerfrei bleiben. „Wir müssen den Mund abwischen und weitermachen, wir haben immerhin noch einen Punkt Vorsprung“, blickte der Laupheimer Trainer Meiners schnell wieder nach vorne.

Die Chance zur Rehabilitation hat der HRW am Sonntag (Anpfiff: 17:30) im Heimspiel gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf.

Für die Laupheimer (36:8 Punkte) wird es in dem Duell gegen den Vorletzten (12:32 Punkte) vor allem darum gehen, vor heimischem Publikum Selbstvertrauen für den schwierigen Saisonendspurt zu sammeln und das Selbstverständnis der bisherigen Saison zurückzugewinnen. Dazu bietet das Heimspiel ideale Voraussetzungen, denn die lange Ungeschlagen-Serie in der Rottumhalle bleibt weiterhin bestehen.

Dennoch sind auch die „Blue Bulls“ der HSG nicht zu unterschätzen – im Hinspiel hielten sie gegen den HRW über 40 Minuten gut mit, unterlagen in einem torreichen Spiel dann aber mit 38:44 gegen die Laupheimer. Dabei versuchte die HSG, mit einer offensiven Abwehr und hohem Tempo zu überraschen.

Zuletzt zeigte die Formkurve der Mannschaft von Trainer Tobias Talatschek steil nach oben. Gegen Betzingen und Esslingen spielte die HSG jeweils Untentschieden, zuletzt gelang dann ein wichtiger 34:28-Sieg im Abstiegskampf gegen Bad Saulgau. Durch diesen Sieg erhielt die Mannschaft auch ihre Chance auf den Klassenerhalt am Leben, benötigt dafür aus den letzten vier Spielen allerdings mindestens sechs Punkte – deshalb muss sie in ihrem Restprogramm entweder gegen den HRW oder dessen Verfolger Bartenbach gewinnen.

Ob Kapitän Timo Remane, mit neun Treffern bester Laupheimer im Hinspiel, sowie der zuletzt ebenfalls verletzte Marcel Bart ihrem Trainer am Sonntag wieder zur Verfügung stehen, bleibt abzuwarten. Für die verbleibenden Spiele der aktuellen Saison könnten die beiden Leistungsträger definitiv noch wichtig werden, wie auch Meiners andeutete. „Neben dem Spiel am Sonntag haben wir noch drei schwere Partien gegen Hofen/Hüttlingen, Pfullingen 2 und Herbrechtingen-Bolheim vor uns“, so der HRW-Coach. „Daher werden die nächsten Wochen entscheidend sein.“

Besonders mit der aktuell drittplatzierten SG Hofen-Hüttlingen (31:13 Punkte) wartet nächste Woche noch ein echter Prüfstein auf die Laupheimer. Nun liegt der Fokus des HRW allerdings erst einmal auf dem Spiel am Sonntag, bei dem dringend zwei Punkte benötigt werden, sollte die Konkurrenz aus Bartenbach nicht patzen.

Interessanterweise bekommt es der TSV Bartenbach schon am Vorabend mit dem HRW-Bezwinger Gerhausen zu tun, der mit Sicherheit auf die nächste Überraschung lauert. Beim gesamten Restprogramm des TSV fällt auf, dass dessen Gegner immer eine Woche zuvor gegen den HRW spielen – ob sich das als Vorteil im Meisterschaftskampf herausstellt, wird sich zeigen.

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