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01.03.26 | Tobias Übelhör

Keine Überraschung beim Duell der Gegensätze

Daniel Masoldt beim Wurf für den HRW Laupheim

Gegen Schlusslicht Esslingen bleibt der HRW Laupheim trotz kurzer Schwächephasen zuhause ungeschlagen. Letztlich fällt das Ergebnis mit 40:25(17:10) sehr deutlich aus.

Die Rollen vor dem Spiel am Samstag waren klar verteilt: Der HRW trat als Tabellenführer mit breiter Brust an, während Esslingen auf dem letzten Platz der Verbandsliga Staffel III gegen den Abstieg kämpft. Dem waren sich die Gäste sehr wohl bewusst, Trainer Timo Flechsenhar wollte das jedoch als Chance nutzen: „Wir hatten nichts zu verlieren, deswegen sind wir das Spiel relativ entspannt angegangen. Es war klar, dass für einen Sieg in Laupheim Wunder passieren müssen.“

Tatsächlich zeigte diese Herangehensweise zumindest zu Spielbeginn eine positive Wirkung bei den Esslingern. Coach Flechsenhar durfte mitansehen, wie sein Team in den ersten Minuten frei aufspielte und beim HRW nach fünf Minuten plötzlich mit 4:1 in Front lag.

Diese Führung verteidigte Esslingen erfolgreich, bis sich HRW-Trainer Tobias Meiners beim Stand von 5:7 nach nur zwölf Minuten schon zur ersten Auszeit gezwungen sah.

„Den Start haben wir uns nicht so vorgestellt, wir wollten direkt an die letzten Spiele anknüpfen“, gab Meiners nach dem Spiel zu. „Deswegen war es schade, dass wir erst nach fünfzehn Minuten ins Spiel reingekommen sind.“ Durch die Auszeit habe er versucht, neue Impulse ins Laupheimer Spiel zu bringen und reagierte daher mit mehreren personellen Wechseln.

Diese zahlten sich aus, denn in der Folge nutzte der HRW einige leichte Fehler der Gäste und zog mit drei aufeinanderfolgenden Tempogegenstößen über Daniel Masoldt an Esslingen vorbei.

Besonders zum Ende der ersten Halbzeit schienen dem Tabellenletzten die Mittel auszugehen, denn in den letzten neun Minuten bis zur Pause traf Esslingen nur noch einmal, während der HRW sieben Tore erzielte. Somit ließ Pausenstand von 17:10 schon an einer großen Überraschung zweifeln.

Auch in Halbzeit zwei zeigte sich dasselbe Bild: Der HRW nutzte Fehler des Gegners eiskalt und erzielte im Gegenstoß Tor um Tor.

Doch beim fast aussichtslosen Stand von 23:12 brachte ein Torwartwechsel plötzlich wieder Leben ins Spiel der Gäste. Immer wieder verzweifelte die HRW-Offensive nun am Esslinger Schlussmann Tim Boss, der unter anderem zwei Laupheimer Siebenmeter entschärfte.

So startete eine kleine Aufholjagd bis zum 29:22, die für den Underdog allerdings zu spät kam. Nach einer erneuten Auszeit sammelte sich der HRW wieder und spielte seinen Vorsprung souverän herunter. Als bester Laupheimer Torschütze konnte sich diesmal Linksaußen Masoldt auszeichnen, der insgesamt zehnmal traf.

Besonders die letzten fünf Minuten ließen das Ergebnis nochmal richtig deutlich werden – während Esslingen kein einziger Treffer mehr gelang, netzte der HRW noch sechsmal ein und erzielte durch Luca Geiß quasi mit dem Schlusspfiff den 40:25-Endstand.

Bei den Fans in der Rottumhalle löste dieses Ergebnis große Zufriedenheit aus, dennoch war HRW-Coach Meiners gerade im Hinblick auf die wegweisenden nächsten Spiele noch nicht gänzlich überzeugt: „Mit der Abwehr bin ich noch nicht ganz zufrieden, weil wir nicht immer konsequent waren und in der zweiten Halbzeit eine Zeit lang den Faden verloren haben“, so Meiners. „In den nächsten Wochen müssen wir alles abrufen.“

Für die Rot-Weißen steht eine wichtige – wenn nicht sogar entscheidende – Zeit an: Zunächst gastiert der HRW am Samstag zum Lokalderby in der lautstarken Kronriedhalle in Bad Saulgau, bevor nach einer spielfreien Woche das Spitzenspiel gegen den TV Bartenbach ansteht.

HRW: Bucher, Federle – Masoldt (10), Geiß (6), Remane (5/1 per Siebenmeter), Mirkov (4/1), Potic (4), Durakovic (3), Nokic (3), Bart (2), Reiner (2/2), Leno (1), Schmutz

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