In einem spannenden Schlagabtausch hat der HRW Laupheim die SG Hofen/Hüttlingen mit 33:32(17:18) besiegt. Dadurch gehen die Rot-Weißen als Tabellenführer in die Winterpause und bleiben zuhause ungeschlagen.
Der HRW startete wachsam in das Topspiel und führte nach drei Treffern von Kreisläufer Markus Leno schnell mit 3:1. Gegen die kompakte Abwehr der Hausherren fand die SG Hofen/Hüttlingen in der Anfangsphase kaum Lösungen und wenn doch, scheiterte sie am starken Nico Bucher im Laupheimer Tor.
Bis zum 13:9 durch Tarik Nokic in der 18. Minute wirkte der Auftritt des HRW souverän, doch dann häuften sich seitens der Gastgeber die Fehler. Immer wieder verfehlten Pässe ihr Ziel oder wurden von den aufmerksamen Hüttlingern abgefangen, was zu schnellen Gegentoren führte und die Gäste wieder ins Spiel brachte. Durch Louis Fürst, Jonas Fürst und Lukas Fürst verkürzte die Mannschaft von Gerd Mühlberger wieder auf 13:12 (20.).
Die hohe Fehlerquote auf beiden Seiten führte in der Folge zu einem ausgeglichenen Spiel, in dem der HRW lange knapp die Oberhand behielt. Nach einem Ballverlust im letzten Angriff vor der Halbzeit und dem folgenden 17:18 mussten die Laupheimer dann aber erstmals einen Rückstand hinnehmen, mit dem es auch in die Pause ging.
Bis zur vierzigsten Minute wechselte die Führung hin und her, bevor sich Hofen/Hüttlingen erstmals deutlich absetzen konnte. Vorausgegangen war eine Fehlerkette der Laupheimer, unter anderem ließen die Rot-Weißen zwei Siebenmeter ungenutzt.
Mit dem Rückstand von drei Toren ging die Mannschaft von Tobias Meiners in die letzte Viertelstunde, die nochmal einiges an Spannung zu bieten hatte. Die Laupheimer kämpften sich wieder ins Spiel und konnten sich in der Schlussphase auf Torhüter Fabian Federle verlassen, der unter anderem einen Kempa-Versuch der Gäste spektakulär vereitelte. Auch im Angriff gelang den Laupheimern wieder mehr und auf jede Führung der SG folgte der prompte Ausgleich. Drei Minuten vor Schluss brachte Tarik Nokic mit dem 31:30 die Halle in Laupheim zum Beben und die Rot-Weißen erstmals wieder in Front.
Einziger Dämpfer war in dieser Phase die rote Karte gegen Linksaußen Masoldt nach einem Foul im Wurf des Gegners, der sich dabei verletzte.
Den anschließenden Strafwurf brachte die SG jedoch nicht im Tor unter und so war es der HRW, der plötzlich wieder Oberwasser hatte und die Führung auf zwei Tore ausbauen konnte (32:30, 58.).
Hofen/Hüttlingen kam allerdings ein weiteres Mal zurück glich durch Felix Jörg eine Minute vor Schluss zum 32:32 aus. Der entscheidende Treffer des Tages war dann aber HRW-Kapitän Timo Remane vorbehalten, der im letzten Laupheimer Angriff zum umjubelten 33:32-Endstand einnetzte. Die SG bekam daraufhin nochmal die Chance zum Ausgleich, doch die Laupheimer Abwehrreihe ließ kein Durchkommen zu, sodass der erzwungene Abschluss aus dem Rückraum über das Tor ging.
Die Freude war dementsprechend groß bei den rund 450 Zuschauern in der Rottumhalle, die der Mannschaft mit Standing Ovations zur Herbstmeisterschaft gratulierten. Daran, dass der HRW somit in der Hinrunde zu Hause ungeschlagen ist, sprach Trainer Meiners gerade den Fans einen großen Anteil zu. „Die Stimmung war heute sensationell“, so der Chefcoach. „Die Zuschauer haben uns in den letzten Minuten nochmal richtig gepusht und uns die letzten paar Prozent zum Sieg verliehen.“
Nach dem intensiven Kampf beglückwünschte er auch seine Mannschaft, die die Schwächephase in der ersten Halbzeit gut überwunden und sich ins Spiel zurückgearbeitet habe. „Ich bin mega stolz auf die Jungs. Es war eins der wenigen Spiele, in denen es richtig eng wurde und trotzdem waren Moral und Kampfgeist voll da“, so Meiners.
Auch sein Gegenüber Gerd Mühlberger sprach seiner Mannschaft trotz Niederlage ein Lob aus: „Alles in allem bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft und sehr zufrieden mit unserem Spiel. Meiner Meinung nach hätten wir für unsere Leistung heute mindestens einen Punkt verdient gehabt“.
Für beide Mannschaften geht es nun erst im neuen Jahr weiter, bis dahin soll die Zeit bei den Laupheimern vor allem zur Regeneration genutzt werden: „Wir sind so viele Spiele nicht gewohnt, nachdem wir letzte Saison noch in der Landesliga mit weniger Mannschaften gespielt haben. Deswegen sind einige Spieler angeschlagen und am Ende der Kräfte“, erklärte Meiners.
Möglichst ausgeruht soll dann am 17.01. gegen die SG Ober-/Unterhausen der nächste Heimsieg folgen und die Serie auch im neuen Jahr fortgesetzt werden.
**HRW:**Bucher, Federle, Krämer - Durakovic (6), Nokic (5), Potic (5), Leno (4), Remane (4/ 2 davon per Siebenmeter), Geiß (3), Bart (2), Schmutz (2), Masoldt (1), Reiner (1 per Siebenmeter), Mirkov, Stührmann