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22.04.26 | Tobias Übelhör

Personelle Wechsel beim HRW

Stefan Beljic und Boris Fischer bilden das neue Trainerteam des HRW Laupheim

Zur Saison 2026/27 muss der HRW Laupheim seinen Trainer sowie mehrere Spieler verabschieden. Dem gegenüber stehen einige Neuzugänge, mit denen der HRW im Jubiläumsjahr Großes erreichen will.

Nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison könnte der HRW aktuell die überraschende Rückkehr in die fünfthöchste Spielklasse schaffen und in die Oberliga aufsteigen – unabhängig vom sportlichen Ausgang stellt der Verein bereits jetzt die Weichen für die Zukunft und hat wichtige personelle Entscheidungen für die Saison 2026/27 getroffen.

Eine der prägendsten Figuren der vergangenen Jahre werden die Laupheimer dabei verabschieden müssen. Nach drei Jahren als Cheftrainer wird Tobias Meiners sein Engagement aus persönlichen Gründen beenden. Unter seiner Regie gelang es dem HRW, zunächst die Klasse in der Landesliga zu halten, ehe in der vergangenen Saison am letzten Spieltag der gefeierte Aufstieg in die Verbandsliga gelang. Dass die Laupheimer nun sogar vor dem nächsten Sprung stehen, trägt ebenfalls seine Handschrift. „Tobias hat in drei Jahren Außergewöhnliches geleistet. Er hat die Mannschaft in schwierigen Zeiten stabilisiert und sie dann zum Aufstieg geführt. Sein Abschied fällt uns nicht leicht, aber natürlich respektieren wir seine Entscheidung“, so Helge Stührmann, erster Vorstandsvorsitzender der Laupheimer. Meiners bleibt dem Verein auch künftig verbunden und wird weiterhin in Laupheim wohnen.

Die Nachfolge an der Seitenlinie ist bereits geregelt und kommt aus den eigenen Reihen. Stefan Beljic übernimmt zur neuen Saison das Amt des Cheftrainers. Der 34-Jährige ist ein Eigengewächs des HRW, durchlief die Jugend, spielte selbst aktiv für die Rot-Weißen und sammelte auch außerhalb des Vereins Erfahrungen. Als bisheriger Co-Trainer war er ein wichtiger Bestandteil des aktuellen Erfolgsteams und kennt die Mannschaft sowie das Umfeld bestens. „Stefan ist die logische Wahl“, erklärt Stührmann. „Er kennt die Mannschaft, er kennt den Verein, und er lebt die Laupheimer Identität. Wir sind überzeugt, dass er als Cheftrainer den nächsten Schritt mit uns gehen wird“.

Komplettiert wird das neue Trainerteam durch den 53-jährigen Boris Fischer, der zuletzt die Damen des SC Lehr trainiert hat. Mit ihm hat sich der HRW einen erfahrenen Co-Trainer gesichert. „Stefan und Boris ergänzen sich hervorragend. Mit ihrer Kombination aus Jugend und Erfahrung, aus Leidenschaft und Methodik, sind wir überzeugt, dass sie gemeinsam ein starkes Trainerteam bilden werden“, so Stührmann.

Auch im Kader setzt der HRW auf Kontinuität. Der Großteil der Mannschaft bleibt den Rot-Weißen erhalten und viele Leistungsträger haben ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. Veränderungen gibt es allerdings auf der Torhüterposition. Nach zehn Jahren in der ersten Mannschaft wird Fabian Federle eine Pause vom aktiven Handball einlegen.

„Zehn Jahre in der Ersten – das ist eine besondere Leistung. Wir sind froh, dass Fabian dem Verein weiterhin treu bleibt und künftig als Jugendtorwarttrainer seine Erfahrung dem Nachwuchs weitergibt“, betont Stührmann.

Gleichzeitig stoßen zwei junge und vielversprechende Torhüter zur Mannschaft. Mit Gabriel Peric kehrt ein bekanntes Gesicht zurück nach Laupheim. Der 20-Jährige hatte bereits vor drei Jahren in der Verbandsliga auf sich aufmerksam gemacht und davor auch im Nachwuchs von Bundesligist FrischAuf Göppingen sein Talent unter Beweis gestellt.

Das neue Torhütertrio komplettiert der 21-jährige Arne Müller von der TSG Ehingen, der sich in der Bezirksliga unter anderem in Duellen mit der HRW-Reserve empfohlen hat. Gemeinsam mit dem 22-jährigen Nico Bucher bildet das Trio künftig das Torhütergespann der Rot-Weißen. „Wir setzen im Tor bewusst auf Jugend und Potenzial“, heißt es aus dem Verein. „Gabriel kennt den Verein, Arne hat sich durch seine Leistungen empfohlen. Mit Nico als erfahrenem Rückhalt haben wir ein Torhütertrio, das uns in den nächsten Jahren viel Freude machen wird“.

Neben Federle muss der HRW jedoch noch einen zweiten Abgang verkraften. Rechtsaußen Luca Geiß, der seit acht Jahren aus München pendelt, hat sich entschieden, seinen Lebensmittelpunkt vollständig in die bayerische Landeshauptstadt zu verlagern. „Luca hat acht Jahre lang einen enormen Aufwand betrieben, um für den HRW aufzulaufen – das verdient höchsten Respekt. Er war trotz dieser Belastung ein verlässlicher Rechtsaußen. Seine Entscheidung ist für uns absolut nachvollziehbar, und wir wünschen ihm alles Gute“, so Stührmann.

Unabhängig davon, in welcher Liga der HRW Laupheim in der kommenden Saison antreten wird, blickt der Verein mit Zuversicht und hohen Ambitionen in die Zukunft. Vorstandsvorsitzender Stührmann hebt besonders ein Großereignis im nächsten Kalenderjahr hervor: „Unser großes Ziel ist klar: Zum 100-jährigen Handball-Jubiläum 2027 in der Oberliga BW zu spielen. Wir fühlen uns gut aufgestellt, egal, welche Liga es in der nächsten Saison sein wird“.

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