Nach dem verpassten direkten Aufstieg bekommt der HRW Laupheim über die Relegation eine zweite Chance. Das Turnier am Donnerstag dürfen die Laupheimer selbst ausrichten und hoffen auf den Heimvorteil.
Die Handballer des HRW Laupheim greifen nach der verpassten Meisterschaft erneut den Aufstieg in die Oberliga an. Nach der ernüchternden Niederlage in Herbrechtingen am letzten regulären Spieltag haben die Rot-Weißen am Donnerstag (ab 11:00) die Chance, in einem Relegationsturnier vor heimischem Publikum doch noch das ersehnte Happy End herbeizuführen.
Dabei spielen alle Zweitplatzierten der vier Verbandsligastaffeln in Baden-Württemberg im System jeder-gegen-jeden eine Rangliste aus, deren beste zwei Mannschaften in die Oberliga aufsteigen. Folglich bestreitet jedes Team drei Spiele, die jeweils mit einer Spielzeit von zweimal zwanzig Minuten angesetzt sind.
Besondere Freude kam bei den Laupheimern auf, nachdem der HRW trotz kurzfristiger Bewerbung die Zusage bekommen hatte, das Turnier in der heimischen Rottumhalle auszutragen. Auch das half dabei, die Stimmung in der Mannschaft nach dem bitteren Saisonende in der Liga wieder aufzuhellen.
„Die Niederlage war erstmal ein Tiefschlag für alle, das hat man auch in der Woche danach noch gemerkt“, gab HRW-Trainer Tobias Meiners zu. „Daher haben wir das Training erst einmal genutzt, um den Kopf wieder freizukriegen“.
Dass der Aufstieg nun doch noch zusammen mit den heimischen Fans geschehen kann, habe für neue Motivation gesorgt. „Wir haben den großen Vorteil des Heimrechts und ich hoffe, dass wieder viele in die Halle kommen und den Jungs helfen, ihr ganzes Können abzurufen“.
Den Auftakt am Vatertag wird der HRW ab 11:00 Uhr selbst bestreiten und in seinem ersten Spiel gegen den TV Oeffingen antreten. Dieser sicherte sich in Staffel II mit 44:8 Punkten souverän den zweiten Platz, konnte dort dem TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen (50:2 Punkte) jedoch nicht gefährlich werden. Dennoch weist der TV punktmäßig die beste Bilanz der vier Zweitplatzierten auf, Laupheim beendete die Saison mit 42:10 Punkten.
Zum zweiten Mal muss der HRW um 13:30 ran: Dann wird der Gegner der TSV Rot-Malsch sein, dem nur drei Punkte zur Meisterschaft in Staffel I fehlten (41:11 Punkte). Ungefähr zwei Stunden Fahrt muss die Mannschaft aus der Nähe Heidelbergs für die Relegation auf sich nehmen.
In der letzten Begegnung des Turniers wird der HRW um 16:45 dann noch die SG Ohlsbach/Elgersweier herausfordern. Auch die Mannschaft der SG hat eine weite Strecke vor sich, Ohlsbach liegt nahe der französischen Grenze bei Offenburg. Ohlsbach/Elgersweier sicherte sich die Teilnahme mit einem Punktekonto von 39:13 in Staffel IV.
Was die Laupheimer erwartet, konnte auch Meiners im Voraus nicht einschätzen: „Die Vorbereitung ist wahnsinnig schwierig, weil wir die Mannschaften nicht kennen“, so der HRW-Coach. „Das Heimrecht gibt uns schonmal ein gutes Gefühl und ist der erste Baustein, um das Ganze doch noch zu schaffen.“
Gerade für den scheidenden Laupheimer Trainer bietet das Turnier die Gelegenheit zum perfekten Abschied vor den heimischen Fans. Die gesamte Saison über blieb er mit seinem Team in der Rottumhalle ungeschlagen, was am Donnerstag nun fortgesetzt werden soll.
Damit am Vatertag an der Halle auch kulinarisch etwas geboten ist, kündigte der Verein bereits ausreichende Sitzmöglichkeiten außerhalb der Halle und Verpflegung durch mehrere Foodtrucks an.